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Projektabschluss: KI-Stark

Viele Jugendliche wissen, dass Datenschutz wichtig ist. Trotzdem teilen sie persönliche Informationen oder Fotos oft leichtfertig. Dieses Auseinanderfallen von Wissen und Handeln wird auch Privacy Paradox benannt. Das Projekt KI-STARK der ZHAW, durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente und Pro Juventute, hat untersucht, ob und wie dieses Paradox abgeschwächt werden kann.

Ausgangspunkt war die Annahme, dass Datenschutzrisiken zwar bekannt sind, aber häufig nicht als persönlich relevant wahrgenommen werden. Zur Überprüfung wurden zielgruppennahe Kurzvideos entwickelt, die reale Gefahrensituationen im Umgang mit persönlichen Daten zeigen, mit unterschiedlich starker Betonung persönlicher Betroffenheit. 440 Schülerinnen und Schüler in 26 Sekundarklassen sahen jeweils eines von drei Videos und füllten anschliessend einen Fragebogen zur Datenweitergabe aus. Ergänzt wurde der Unterrichtseinsatz durch Workshops zu Datenschutz im KI-Zeitalter.

Die vollständige Datenauswertung steht noch aus. Erste Rückmeldungen aus dem Unterricht deuten jedoch darauf hin, dass die direkte Konfrontation mit eigenen Datenrisiken das Bewusstsein schärft und die Bereitschaft zu Schutzhandlungen erhöht. Welche Videoformate dabei am wirksamsten sind, wird die abschliessende Auswertung zeigen.

Das Projekt «Die KI-Generation stärken: Förderung des digitalen Selbstschutzes von Jugendlichen und jungen Erwachsenen» wurde im 3. Rapid-Action-Call gefördert. Aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie auch auf der Projektseite bei ZHAW