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KI-STARK

Projektstatus

geschlossen

Projektbeginn

Juli 2024

Förderlaufzeit

15 Monate

Beteiligte Hochschulen

ZHAW

Praxispartner

Dachverband Schweizer Jugendparlamente, Pro Juventute

Die KI-Generation stärken: Förderung des digitalen Selbstschutzes von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Das Projekt untersucht, wie Jugendliche und junge Erwachsene mit persönlichen Daten im Internet umgehen und wie dieses Verhalten verbessert werden kann. Die heutige «erste KI-Generation» nutzt täglich Anwendungen wie Chatbots, Bildgeneratoren oder soziale Medien und hinterlässt dabei fortlaufend digitale Datenspuren. Obwohl viele Jugendliche Datenschutz grundsätzlich als wichtig einschätzen und sich der Risiken bewusst sind, handeln sie im Alltag häufig widersprüchlich, indem sie persönliche Informationen oder Bilder leichtfertig teilen. Dieses Phänomen wird als Privacy Paradox bezeichnet. Zentrale Forschungsfragen waren: (1) Kann das Erleben persönlicher Betroffenheit das Datenschutzverhalten verändern? und (2) Welche Lern- und Vermittlungsformen eignen sich, um Selbstschutz im digitalen Raum zu stärken? Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Risiken zwar bekannt sind, jedoch oft nicht als persönlich relevant wahrgenommen werden und daher kein schützendes Verhalten auslösen. Zur Überprüfung dieser Hypothese wurden zielgruppennahe Kurzvideos entwickelt, die reale Gefahrensituationen im Umgang mit persönlichen Daten veranschaulichen. Die Videos unterschieden sich darin, wie stark persönliche Betroffenheit thematisiert wurde. In einem quasi-experimentellen Design wurden diese Videos in 26 Schulklassen der Sekundarstufe eingesetzt. Insgesamt nahmen 440 Schülerinnen und Schüler teil, die zufällig jeweils eines von drei Videos sahen. Anschliessend wurde ihre Bereitschaft zur Weitergabe persönlicher Daten mithilfe eines Fragebogens erhoben. Ergänzend fand ein Kurz-Workshop zum Thema Datenschutz im KI-Zeitalter statt. Die Datenauswertung ist noch nicht abgeschlossen. Erste Rückmeldungen aus dem Unterricht deuten jedoch darauf hin, dass die direkte Konfrontation mit eigenen Datenrisiken das Bewusstsein schärft und Jugendliche eher zu Schutzhandlungen motiviert. Das Projekt zeigt somit Potenzial, das Privacy Paradox abzuschwächen und digitale Resilienz im schulischen Kontext zu vermitteln. 

Team 

Dr. Lyn Pleger, ZHAW School of Management and Law, Fachstelle Public Performance Management and Digital Transformation

Dr. Yvonne HegeleZHAW School of Management and Law, Fachstelle Local, Regional und Collaborative Governance

Kevin AndermattZHAW School of Management and Law,Fachstelle Local, Regional and Collaborative Governance

Praxispartner

Pro Juventute

Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ)

Call-Typ: 3. Rapid-Action-Call «Digitale Resilienz: im Spannungsfeld zwischen Deep Fake und Cyberkreativität»

Die DIZH fördert digitale Resilienz und Medienkompetenz mit innovativen Projekten