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Mind the GaaP: «Solution traps» erkennen und korrigieren

In Krisenzeiten führt eine Vielzahl unkoordinierter digitaler Werkzeuge von staatlichen Stellen, Nichtregierungsorganisationen und Freiwilligen häufig zu mehr Verwirrung als zu Klarheit. Dieses Phänomen wird im neuen Paper als sogenannte Lösungsfalle (solution trap) bezeichnet.

Eine zweijährige Fallstudie zur digitalen Reaktion auf die Aufnahme ukrainischer Schutzsuchender in der Schweiz zeigt, wie die Vielzahl unverbundener Lösungen zur Informationsverteilung, Wohnraumvermittlung und zum Datenaustausch die Krisenbewältigung eher erschwert als unterstützt hat.

Das Paper, verfasst von Zoya Katashinskaya, Gianluca Miscione und Liudmila Zavolokina, legt dar, dass ein Government as a Platform (GaaP)-Ansatz dazu beitragen kann, diese strukturellen Probleme zu vermeiden. Durch die Bereitstellung offener, gemeinsamer Infrastrukturen, z.B. eines zentralen Informationsportals oder einer sicheren digitalen Identität, kann eine koordinierende staatliche Plattform verschiedene Akteur:innen wirksam zusammenführen und so aus einer fragmentierten Notfallreaktion ein widerstandsfähiges, skalierbares und nützliches Ökosystem schaffen.

Die Forschungsergebnisse werden auf der AOM (Academy of Management) 2025 in Kopenhagen, Dänemark, von Zoya Katashinskaya vorgestellt:

Das Projekt Government as a Platform wird im 2. Projekt-Call gefördert.