Zum Inhalt

Zwei neue Strukturen im 3. Struktur-Call gefördert

Im 3. Struktur-Call im DIZH Innovationsprogramm werden zwei Projekte gefördert, die sich mit Games als interdisziplinärem Forschungs- und Praxisfeld und mit neuen Governance-Formen in der Stadt- und Gemeindeentwicklung befassen. Insgesamt waren 16 Projektanträge eingegangen.

LUDIC CULTURE HUB

Der LUDIC CULTURE HUB bündelt Forschung und Lehre zu Games als kulturelle, pädagogische, technologische und künstlerische Praxis. Im Swiss Game Hub in Oerlikon schaffen die vier Zürcher Hochschulen einen Ort, an dem Forschung, Bildung, Kultur und Games-Industrie dauerhaft miteinander in Austausch treten. Vier komplementäre Dimensionen strukturieren diese Zusammenarbeit, je unter Leitung einer Hochschule: Ludic Social Analysis (UZH) untersucht Spiel und Spielen als kulturelle und interaktionale Praktiken; Ludic Experience and Experiments (ZHdK) erforscht ludische Methoden für Design, Kunst und Forschung und unterhält eine Sammlung historischer Spielgeräte und Spiele; Ludic Education (PHZH) erforscht und gestaltet sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von Spielen in der Bildung; Ludic Sustainability (ZHAW) befasst sich mit Spielen als Vermittlungsform für Nachhaltigkeit sowie mit der Nachhaltigkeit der Spieleindustrie selbst.

HyP-Lab

HyP-Lab entwickelt und erprobt hybride Beteiligungsformate für die Stadt- und Gemeindeentwicklung im Kanton Zürich. Grundlage sind vier Use Cases aus der Praxis, u. a. mit den Zürcher Gemeinschaftszentren, der Stadt Winterthur und der Standortförderung Zürcher Oberland. Ziel ist eine kantonsweite Unterstützungsstruktur, in der Interessierte im Umgang mit digitalen und immersiven Technologien sowie der Open-Source-Plattform decidim geschult werden. Vertretungen von Städten und kleineren Gemeinden arbeiten dabei mit zivilgesellschaftlichen Akteur:innen sowie der UZH, ZHAW und ZHdK zusammen.

Beide Projekte intensivieren die Zusammenarbeit der Hochschulen des Kantons Zürich, sowohl untereinander als auch mit externen Partner:innen. Durch diese praxisorientierten und disziplinenübergreifenden Kooperationen sollen die aufgebauten Strukturen langfristig einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen.

Die finanzielle Unterstützung erfolgt über den DIZH-Sonderkredit mit Förderbeiträgen von je knapp 1,2 Mio. CHF pro Projekt. Zusätzlich beteiligen sich die Hochschulen durch Matching-Funds paritätisch an der Finanzierung. Die Projekte laufen drei Jahre.

Die beiden neuen Strukturen ergänzen das Portfolio der bereits geförderten Strukturen aus dem 1. und 2. Struktur-Call. Insgesamt fördert die DIZH elf Strukturen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Mobilität, Governance, Gesellschaft und Wirtschaft.