Leveraging Play for Innovation, Education, and Transformative Futures
Digitale wie analoge Spiele sind ein bedeutender Wirtschafts- und Kultursektor und prägen soziale Interaktion, kreative Praxis und gesellschaftliche Teilhabe. Zürich hat sich in den letzten 20 Jahren als Zentrum für Game Design, -entwicklung und -forschung etabliert. Die Zürcher Hochschulen bieten entsprechende Studienangebote und Forschungseinheiten, ergänzt durch eine wachsende Industrie rund um den Swiss Game Hub. Eine gemeinsame Struktur, die diese Stärken systematisch verbindet und über disziplinäre und institutionelle Grenzen hinweg nutzbar machte, fehlte jedoch bisher.
Der LUDIC CULTURE HUB übernimmt diese Aufgabe. Im Swiss Game Hub in Oerlikon schaffen die vier Zürcher Hochschulen einen Ort, an dem Forschung, Bildung, Kultur und Games-Industrie dauerhaft miteinander in Austausch treten. Dort arbeiten sie gemeinsam mit Industrie, Bildungssektor und öffentlichen Institutionen an Forschung, Lehre und Kulturvermittlung im Bereich Games und erproben neue Perspektiven auf Games, Spiel und ludische Praktiken. Der LUDIC CULTURE HUB versteht dabei «ludische Kultur» breit – als spielerische Praxis, die über Gaming und Spielen im engeren Sinn hinausgeht, als Treiber für gesellschaftliche Reflexion, verantwortungsvolle technologische Entwicklung und nachhaltige kulturelle Transformation.
Vier komplementäre Dimensionen strukturieren diese Zusammenarbeit, je unter Leitung einer Hochschule:
- Ludic Social Analysis (UZH) untersucht Spiel und Spielen als kulturelle und interaktionale Praktiken mit ihren konkreten Auswirkungen auf die Gesellschaft;
- Ludic Experience and Experiments (ZHdK) erforscht ludische Methoden für Design, Kunst und Forschung und unterhält eine Sammlung historischer Spielgeräte und Spiele;
- Ludic Education (PHZH) erforscht und gestaltet sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von Spielen in der Bildung;
- Ludic Sustainability (ZHAW) befasst sich mit Spielen als Vermittlungsform für Nachhaltigkeit sowie mit der Nachhaltigkeit der Spieleindustrie selbst.
Querschnittsthemen wie digitale Kompetenz, künstliche Intelligenz und Inklusion werden in allen Dimensionen mitgedacht.
In gemeinsamen Flagship-Initiativen werden diese Perspektiven zusammengeführt und in konkrete Ergebnisse übersetzt. Dabei arbeitet der Hub mit Partnern wie dem Volksschulamt Zürich, der Sustainable Game Alliance, der Swiss Game Developers Association, dem Game Technology Center der ETH Zürich und dem Cologne Game Lab wie auch mit anderen DIZH Strukturen wie IMMERSE und DHD LL. So entsteht in Zürich eine dauerhafte institutionelle Plattform, die Games-Forschung, Bildung und kulturelle Praxis miteinander verbindet. Der LUDIC CULTURE HUB schafft damit die Grundlage für eine langfristige interdisziplinäre Zusammenarbeit, die über die Förderphase hinaus Bestand haben und weiterwachsen soll.
Team
Dr. Hiloko Kato
UZH Deutsches Seminar
Stefan Schmidlin
ZHdK Departement Design, Game Design
Prof. Dr. Bernadette Spieler
PHZH Zentrum Bildung und Digitaler Wandel, Medienbildung und Informatik
Prof. Dr. Andri Gerber
ZHAW School of Architecture, Design and Civil Engineering
Prof. Dr. Christine Lötscher
UZH ISEK – Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft, Populäre Kulturen
Prof. Dr. Felix K. Maier
UZH Historisches Seminar
Dr. Benjamin Wildling
UZH Department of Finance
Ladina Tschander
UZH Universitätsbibliothek
Prof. Ulrich Götz
ZHdK Departement Design, Game Design
Beat Suter
ZHdK Departement Design, Game Design
Nija Sonja Böckler
ZHdK Departement Design, Game Design
Adrian Degonda
PHZH Medienbildung und Informatik
Prof. Dr. Christian Mathis
PHZH Forschungsgruppe Didaktiken der Gesellschaftswissenschaften
Dr. Thorsten Busch
ZHAW School of Management and Law
Dr. Elena Gavagnin
ZHAW School of Management and Law
Akademische Partner:innen
ZKSD Zurich Knowledge Center for Sustainable Development
Prof. Dr. Sonia Fizek
TH Köln, Cologne Game Lab (CGL)
Prof. Dr. Daniel Süss, Pascal Streule und Svenja Deda-Bröchin
ZHAW Angewandte Psychologie
Francesco Bortoluzzi
ZHAW Leitung Nachhaltigkeitsprogramme
Praxispartner:innen
Kanton Zürich, Amt für Wirtschaft, Standortförderung
Thomas Müller & Robin Fürst
Game Studies im Deutschunterricht (Digital Learning Hub Sek II)
Swiss Game Developers Association
- Prof. Dr. Johanna Pirker, TU Munich / TU Graz
- Prof. Dr. Stephan Günzel, University of Applied Sciences Europe, Berlin
- Prof. Dr. Gundolf Freyermuth, Cologne Game Lab
- Prof. Dr. Mary Flanagan, Dartmouth College
- Prof. Dr. Margarete Jahrmann, University of Applied Arts Vienna (Die Angewandte Wien)
- Prof. Dr. Joost Vervoort, Utrecht University
- Christian Brändle, Museum für Gestaltung Zürich
- Prof. Daniel Barber, Eindhoven University of Technology (TU Eindhoven)
- Katharina Schneider-Roos, Sustainable Game Alliance, B Lab Switzerland
- Florence Chee, Loyola University Chicago
- Tanja Sihvonen, University of Vaasa
- Masiar Babazadeh, SUPSI (University of Applied Sciences and Arts of Southern Switzerland)
- Dr. Alexander Steinmaurer, IT:U Austria (Institute for Interactive Media, Austria)
- Dr. Elias Stouraitis, Ionian University & Demokritus University of Thrace, Greece
Laufzeit: 2026-2029