Auf einer Intensivstation laufen unzählige Daten zusammen. Monitore überwachen laufend den Zustand der Patient:innen, Alarme unterbrechen den Arbeitsfluss und das Personal muss in kurzer Zeit die richtigen Entscheidungen treffen. Die Herausforderung besteht nicht darin, noch mehr Daten zu sammeln, sondern die wichtigen Informationen im entscheidenden Moment sichtbar zu machen.
Genau daran arbeitet Annina Gähwiler (ZHdK) am Digital Health Design Living Lab. Gemeinsam mit Partner:innen aus Forschung und Praxis entwickelt sie digitale Werkzeuge, die Daten aus verschiedenen Geräten übersichtlich zusammenführen und Ärzt:innen sowie Pflegefachpersonen im Alltag unterstützen.
Im Gespräch mit Frank Richter erklärt sie, weshalb Design im Gesundheitswesen eine zentrale Rolle spielt und warum neue Technologien nur dann einen Mehrwert schaffen, wenn sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, die täglich damit arbeiten. Ausserdem geht es um die Rolle von KI im Spital. Wo kann sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen? Wo liegen ihre Grenzen? Und warum möchten viele Fachpersonen ihre Erfahrung und ihr Urteilsvermögen bewusst nicht an ein System abgeben?
Annina Gähwiler ist Designforscherin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Digital Health Design Living Lab. Sie forscht u.a. zu den sich wandelnden Beziehungen zwischen Mensch und Maschine, insbesonders, wie Design die Interaktionen von Menschen mit KI beeinflusst.
Weiterführende Links
- Digital Health Design Living Lab (Das DHD LL wird im 1. Struktur-Call gefördert.)
- IC-Datim (Das Projekt zum Design eines Algorithmus-gestützten Toolkits für effektives Informationsmanagement in der Intensivpflege wird im 2. Projekt-Call gefördert.)
- KI in der Notfallmedizin (Das Projekt «A human-centered approach to the application of AI in Emergency Medicine: A scenario-based evaluation of different levels of AI support» wird vom SNF gefördert.)