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Digitale Resilienz stärken: Interaktives Lerntool für KI-Kompetenz bei Jugendlichen

Kinder und Jugendliche googeln nicht mehr, sondern sie fragen ChatGPT. Sie wissen, dass nicht jede Antwort stimmt, aber oft fehlen ihnen Strategien, um KI-Inhalte kritisch zu hinterfragen. Genau hier setzt das Projekt Digitale Resilienz: Tool für KI- und Deepfake-Kompetenz bei Jugendlichen an.

Das Online-Tool lädt Jugendliche zu einer virtuellen Reise durch eine Schule der Zukunft ein: In interaktiven Geschichten treffen sie Entscheidungen, entdecken verschiedene Räume und lernen dabei spielerisch, wie künstliche Intelligenz funktioniert und wie man sie kritisch hinterfragt.

In der NextGenAI-School setzen sich Jugendliche praktisch und verständlich mit folgenden Themen auseinander:

  • Grundlagen künstlicher Intelligenz: Was ist (generative) KI? Wie funktionieren Algorithmen und maschinelles Lernen?
  • Large Language Models: Wie arbeiten Systeme wie ChatGPT?
  • Generative KI: Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es?
  • Deepfakes: Wie erkennt man manipulierte Inhalte? Wie übt man Quellenkritik?
  • Anwendung im Unterricht: Wie kann KI sinnvoll im Lernkontext genutzt werden?
  • Ethische Fragestellungen: Braucht es in Zukunft noch Lehrpersonen? Wie viel KI sollen Schulen einsetzen?

Der didaktische Ansatz basiert auf Offenheit und Selbststeuerung: Lernende bewegen sich frei durch die Umgebung, treffen eigene Entscheidungen und reflektieren unterschiedliche Perspektiven. Statt vorgefertigte Antworten zu liefern, regt die NextGenAI-School Diskussionen über Chancen, Risiken und die Rolle von KI in der Bildung an.

Die Tests mit Jugendlichen zeigen positive Resonanz. Besonders geschätzt wird die Freiheit, sich selbst durch die Lernumgebung bewegen zu können und eigene Entscheidungen zu treffen. Das Setting regt zum Nachdenken an: Möchte ich in einer solchen Schule sein? Wie viel KI möchte ich in meinem Schulalltag?

Das Tool bietet ausserdem eine umfassende Materialsammlung für Lehrpersonen und Schüler:innen.

Das Projekt wurde von einem interdisziplinären Team aus drei Zürcher Hochschulen im Rahmen des 3. Rapid-Action-Calls entwickelt: Dr. Sabrina H. Kessler (UZH), Dr. Alexandra Krebs (PHZH), Valery Wyss (ZHAW), Johanna Alves Villalva Zweifel (PHZH), Miriam Eickhoff (ZHAW), Svenja Landolt (UZH) und Ellen Saaro (UZH).