Digitale Werkzeuge wie Chatbots gehören für viele Studierende längst zum Hochschulalltag. Sie helfen dabei, Texte zusammenzufassen, komplexe Inhalte verständlicher zu machen oder Ideen zu strukturieren. Gleichzeitig verändern sie, wie gelernt und geprüft wird. Welche Prüfungsformen sind unter diesen Bedingungen sinnvoll?
Charlotte Axelsson, Leiterin des Zentrums Digital Learning an der PH Zürich, ist überzeugt, dass Hochschulen diese Entwicklung nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten sollten. Im Gespräch geht es um neue Lehr- und Lernformen, die Rolle von Lernprozessen und die Frage, ob klassische Prüfungsformate noch dazu passen, was Studierende heute lernen und zeigen sollen.
Ein Thema ist auch «Slow AI». Es bezeichnet die Idee, sich beim Einsatz digitaler Werkzeuge Zeit für Reflexion zu nehmen, statt die schnellste Lösung zu wählen. Ausserdem geht es darum, dass technologische Entwicklungen immer auch gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. Was bedeutet das für Hochschulen? Charlotte blickt trotzdem mit Zuversicht auf die Zukunft der Bildung und erklärt, warum der Austausch zwischen Menschen auch künftig zentral sein wird.
Charlotte Axelsson leitet das Zentrum Digital Learning an der PHZH. Sie hat einen Hintergrund in Kommunikationsdesign und Pädagogik und forscht an der UZH zu Gestaltungsprinzipien in der Lerntechnologie.
Weiterführende Links
- Zentrum Digital Learning an der PHZH
- Weiterbildungsangebot: CAS Education Futurist
- Blogbeitrag von Charlotte Axelsson: Zukunft ist ein Muster, kein Affe
- Podcast-Folge des Digital Learning Hub Sek II mit Charlotte Axelsson: DLH-Talk Denken mit KI – Lehrerbildung und Unterricht neu denken
- Aktuelles Forschungsprojekt: Vox Lapidum. Ein KI-gestützter Inschriften-Chatbot für Forschung, Bildung und Kulturvermittlung, wird im 5. Projekt-Call gefördert.