In Archiven und Bibliotheken lagern grosse Mengen handgeschriebener Dokumente, die für Forschung und kulturelles Gedächtnis bedeutsam, aber oft schwer zugänglich sind. Automatisierte Texterkennung (ATR) kann hier Abhilfe schaffen. Algorithmen und KI-Modelle wandeln Handschriften und alte Druckschriften in computerlesbaren Text um und ermöglichen so die Auswertung grosser Dokumentenbestände.
Das Projekt Potentials of Advanced Text Technologies (PATT) verfolgte zwei Ziele: den Aufbau einer Expert:innenrunde und die Entwicklung eines Lernmoduls.
Gemeinsam mit der ETH-Bibliothek, dem Schweizerischen Sozialarchiv, dem Staatsarchiv des Kantons Zürich, dem UZH Archiv und der Zentralbibliothek Zürich wurde eine institutionenübergreifende Expert:innenrunde etabliert. Regelmässige Workshops ermöglichten den Austausch aktueller Forschungsergebnisse und die Weiterentwicklung von Best Practices.
Als zweites Ergebnis entstand ein Lernmodul zum Einsatz von ATR, das auf der e-Learning-Plattform Ad fontes Open Access frei verfügbar ist. Es richtet sich an Forschende und interessierte Laien und vermittelt, wie ATR-Tools dem aktuellen Stand der Technik entsprechend eingesetzt werden können.
Die Expert:innenrunde wird von den beteiligten Institutionen im Turnus weitergeführt, die Plattform Ad fontes soll in den kommenden Jahren schrittweise stärker auf ATR ausgerichtet werden.