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Unheimlich praktisch: Daten zwischen Komfort und Kontrolle

Google Maps zeigt dir den schnellsten Weg, ChatGPT beantwortet deine Fragen, die Sprachnachricht erspart dir das Tippen. Das ist praktisch und ein bisschen unheimlich: Deine Datenspuren ergeben zusammen ein genaueres Profil, als du vielleicht preisgeben möchtest.

Anika Hannemann forscht an der ZHAW zu Datenschutz und KI. Sie erklärt, welche Daten wir unterschätzen und wie aus harmlos wirkenden Einzelpunkten ein detailliertes Profil entsteht. Obwohl wir die Risiken kennen, ändern wir unser Verhalten kaum. Dieses Phänomen nennt man Privacy Paradox. Komfort gewinnt fast immer, auch weil wir manche Daten schlicht unterschätzen. Die Stimme zum Beispiel funktioniert wie ein Fingerabdruck und lässt sich mit wenig Material täuschend echt nachbilden. Die Konsequenzen reichen von personalisierter Werbung über politische Einflussnahme bis zu Identitätsdiebstahl und täuschend echten Deepfake-Anrufen von vermeintlichen Verwandten.

Anika Hannemann forscht an der ZHAW zu Privatheit und Sicherheit in der KI und verantwortungsvoller KI. Sie ist Mitglied von SCRAI (Swiss Centre for Responsible AI).

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