Seit 2020 investieren der Kanton Zürich und seine vier Hochschulen gemeinsam in die digitale Transformation. Was entsteht dabei? Unsere Data Stories geben Antworten.
Eine Initiative, die über 300 Millionen Franken mobilisiert, zehn Jahre läuft und vier Hochschulen vernetzt, hinterlässt Spuren. Doch Wirkung lässt sich schwer in einem Satz zusammenfassen. Sie zeigt sich in Publikationen und Laboren, in neuen Lehrformaten und Partnerschaften mit Unternehmen und Gemeinden und in Netzwerken, die über die Laufzeit hinaus bestehen bleiben.
Genau das wollen die Data Stories der DIZH sichtbar machen. Statt auf Abschlussberichte zu warten, erheben wir Daten laufend und bereiten sie auf, sobald sie in aussagekräftigem Umfang vorliegen. Jede Data Story widmet sich einer konkreten Frage: Wohin fliessen die Mittel? Was wird publiziert? Wer profitiert? Die Antworten sind Daten mit Kontext, mit Einordnung und mit dem Anspruch, ehrlich zu zeigen, was wir wissen und was noch offen ist.
Data Story: Verwendung des Rahmenkredits
Welche Programme haben bislang welche Mittel abgerufen? Welche Drittmittel wurden durch die Hochschulen generiert?
Wie misst man, ob eine Investition in die digitale Zukunft wirkt? Eine erste Antwort geben die Zahlen zum Sonderkredit.
Mit dem Beschluss des Kantonsrats (KRB 5523) zur Bewilligung eines Rahmenkredits für die Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) wurden auch Vorgaben zu Eigenleistungen der Hochschulen und zur Verwendung der Mittel gemacht. Neben den 108.3 Mio. Franken, die der Kanton als Sonderkredit für die DIZH zur Verfügung stellt, sollen die vier Hochschulen Eigenleistungen im Umfang von 191.7 Mio. Franken erbringen.
Die Mittel fliessen in drei Bereiche: Forschungscluster, Innovationsprogramm und Bildungsförderung. In zwei davon wurden die Zielwerte bereits zur Halbzeit überschritten, was an den höheren Eigenleistungen der Hochschulen liegt.
Beispiel Forschungscluster
Im Forschungscluster wurden die geplanten Gesamtaufwendungen in Höhe von 185 Mio. Franken bereits mit der Hälfte der Laufzeit der DIZH überschritten. Die Forschungsstärke der UZH und die oben erwähnte erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln sind dafür die wichtigsten Ursachen. Damit ist abzusehen, dass die durch die DIZH neu geschaffenen bzw. unterstützten Professuren und Forschungszentren, die grösstenteils durch die Hochschulen verstetigt werden, auch über 2029 hinaus, wenn der Sonderkredit nicht mehr zur Verfügung steht, positive Wirkung erzeugen werden.