Eine aktuelle Publikation von Forschenden der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich beleuchtet das Potenzial und die Grenzen von Patientenpräferenz-Prädiktoren (Patient Preference Predictors, PPP) in der klinischen Praxis.
Die Studie untersucht innovative KI-basierte Ansätze zur Vorhersage von Patientenpräferenzen in kritischen medizinischen Situationen. Besonders im Fokus stehen schwere Hirnverletzungen und die neurologische Intensivmedizin, wo Patient:innen oft nicht selbst über ihre Behandlung entscheiden können.
Die Arbeit adressiert eine der grössten Herausforderungen in der Intensivmedizin: Wie können wir Behandlungsentscheidungen treffen, die den Wünschen der Patient:innen entsprechen, wenn diese nicht mehr kommunizieren können?
Die Publikation zeigt, dass trotz technischer Fortschritte noch erhebliche ethische und praktische Herausforderungen bestehen, bevor solche Systeme in der klinischen Routine eingesetzt werden können.
Die vollständige Publikation ist in der Fachzeitschrift Critical Care erschienen und steht open access zur Verfügung.
Ferrario, A., Göcking, B., Brandi, G. et al. Patient preference predictors revisited: technically feasible, ethically desirable, yet must be clinically relevant. Critical Care 29, 437 (2025). https://doi.org/10.1186/s13054-025-05637-8
Die Publikation ist im Rahmen des Digital Health Design Living Lab entstanden. Auf LinkedIn werden aktuelle Forschungsergebnisse in kompakter und zugänglicher Form in der Serie «RESEARCH INSIGHTS» präsentiert.