Beim 2. Founder-Call werden Projekte von der Idee bis zum Proof of Concept ermöglicht, die die Gründung eines Start-ups oder Spin-offs anstreben. Algorithmusgestützte Leukämie-Diagnose, digitale Erinnerungsboxen für Menschen mit Demenz oder EdTech-Zertifizierung zeigen die Breite der Vorhaben.
Der 2. Founder-Call im Innovationsprogramm unterstützt frühe Gründungsideen mit einer Anschubfinanzierung. Potenzielle Gründer:innen können so zeigen, dass ihre konzeptionell entwickelten Projekte in der Praxis umsetzbar sind. Die Förderung erfolgt während der Inkubationsphase, in der Fragen der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit validiert werden. Die ausgewählten Projektideen wurden bei einem Pitchfinale vor Jurys aus Mitgliedern des Innovationspanels sowie Expert:innen der Zürcher und Schweizer Start-up-Szene präsentiert.
Die genehmigten Projekte zeichnen sich durch Innovationskraft und ihren Beitrag zur digitalen Transformation aus. Die Förderung beträgt maximal CHF 75’000 pro Projekt bei einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. In dieser Zeit entwickeln die Teams einen Proof of Concept und legen damit den Grundstein zur Gründung ihres Start-ups oder Spin-offs.
Im Bereich Gesundheit und Medizin entwickeln die Projekte digitale Lösungen für medizinische Diagnostik und Therapie. Sie reichen von sicheren Plattformen für medizinische Bildgebung über algorithmusgestützte Krebsdiagnostik bis zu Telerehabilitation für Kinder. Weitere Projekte adressieren den wachsenden Bedarf an zugänglichen Interventionen für psychische Gesundheit und kognitive Beeinträchtigungen durch innovative digitale Werkzeuge, wie Selbstmitgefühl-Tools für die Psychotherapie oder digitale Erinnerungsboxen für Menschen mit Demenz. Im Bildungsbereich entstehen neue Ansätze für Lehren und Lernen, von der Zertifizierung von EdTech-Produkten über Apps für berufsspezifisches Training bis zu digitalen Tutoring-Assistenten und Simulationsplattformen für Medienkompetenz. Für Wirtschaft und digitale Services schaffen die Teams Lösungen für KMU und den Finanzsektor, von automatisierten Kundenservice-Chatbots bis zu individualisierten Aktienindizes.
Die elf geförderten Projekte im Überblick
MIRO Suite – Medical Imaging Research Orchestration Suite
Sichere KI in der medizinischen Bildgebung benötigen von Expert:innen gekennzeichnete Daten, doch Forschende sehen sich mit Datenschutzrisiken und ineffizienten Arbeitsabläufen konfrontiert. MIRO Suite bietet eine sichere, webbasierte Plattform, die Zugriff auf Bilder, deren Kommentierung und KI-Modelle vereint und so die Forschung beschleunigt.
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LEUCAIDA – Klassifikation und Diagnose von Leukämie
Eine schnelle und präzise Bestimmung des Leukämie-Subtyps ist entscheidend, um Patient:innen rasch die richtige Therapie zu ermöglichen. Das algorithmusgestützte System analysiert Labordaten und Zellbilder aus Blut- und Knochenmarkproben und ermöglicht so eine schnelle Klassifikation.
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Kymu – Ergänzende pädiatrische neuromuskuläre Telerehabilitation
Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen benötigen regelmässige Therapie, doch häufige Klinikbesuche belasten die Familien. Kymu ermöglicht spielerische Trainings zuhause über App und Fernseher, während Therapeut:innen die Behandlung über eine Webplattform datengestützt überwachen und anpassen.
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Me to the power of two – Selbstdialogtechnologien für Beratung und Psychotherapie
Da psychische Herausforderungen weltweit zunehmen und Versorgungslücken grösser werden, besteht dringender Bedarf an zugänglichen Interventionen. Me² ist ein immersives Selbst-Dialog-Werkzeug, das Selbstmitgefühl stärkt, einen Schlüsselfaktor für psychische Resilienz und Genesung.
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MemoBox – Digitale Reminiszenztherapie im Alltag
Menschen mit beginnender kognitiver Beeinträchtigung verlieren den Zugang zu biografischen Erinnerungen, die ihr Wohlbefinden fördern. MemoBox verknüpft physische Objekte via Kamera und Sprachdialog mit persönlichen Geschichten und ermöglicht so autonome Reminiszenztherapie, die auch Angehörige entlastet.
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PTaC – Pädagogische Nutzungsbedingungen für Schweizer EdTech
Schulen setzen zunehmend auf digitale Lerntools, können aber deren pädagogische Qualität kaum beurteilen. Das Projekt entwickelt eine Non-Profit-Organisation, die ein Qualitätslabel mit klaren Kriterien erstellt, um EdTech im Schweizer Kontext zu zertifizieren und Beschaffungsentscheidungen zu unterstützen.
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SteppingStone – Berufsspezifisches Kommunikationstraining
Sprachbarrieren erschweren die Integration am Arbeitsplatz und verschärfen den Fachkräftemangel. Die mobile App trainiert gezielt Kommunikationsfähigkeiten für spezifische berufliche und alltägliche Situationen und fördert so eine schnellere Integration.
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MentorMate – Mentoren-basierte Assistenz für Lehre und Bildung
Personalisiertes Tutoring ist wirksam, aber ressourcenintensiv und für viele Schulen und Universitäten nicht skalierbar. MentorMate ist ein DSGVO-konformer Assistent mit Lernanalysen, der skalierbares, personalisiertes Tutoring zu geringen Kosten ermöglicht.
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VIRENA – Virtuelle Arena für Forschung, Bildung und demokratische Innovation
Virena ist eine Simulationsplattform, die realitätsnahe soziale Medien mit anpassbaren Agenten nachbildet. Sie ermöglicht Forschenden, Lehrenden und öffentlichen Organisationen das Testen, Trainieren und strategische Planen in geschützten digitalen Arenen.
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AI API Core – Die nächste Generation von Kundenservice-Lösungen
AI API Core ist eine No-Code-Plattform, die Website-Inhalte und interne Dokumente in mehrsprachige, quellenbasierte Chatbots für KMU umwandelt. Sie automatisiert bis zu 90 Prozent der Kundeninteraktionen und ermöglicht vertrauenswürdigen, skalierbaren Support.
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Custom Swiss Index AI – Plattform zur Erstellung individueller Aktienindizes
Eine Plattform für kleine Vermögensverwalter:innen und Privatanleger:innen ermöglicht es, dynamische massgeschneiderte Indizes mit voller Kontrolle über die Bestandteile zu gestalten und schliesst damit eine strukturelle Lücke im Schweizer Markt.
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