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KI Literacy im Schweizer Journalismus – Wie sich die digitale Resilienz von Journalismus und Publikum stärken lässt

Projektstatus

geschlossen

Projektbeginn

August 2024

Förderlaufzeit

14 Monate

Beteiligte Hochschulen

UZH, ZHAW

Praxispartner

Qualität im Journalismus (QuaJou), Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM), Junge Journalistinnen und Journalisten Schweiz (JJS)

Akademische Partner

Università della Svizzera italiana USI, Universität Freiburg, Fachhochschule Graubünden FHGR

Wie wird KI im Schweizer Journalismus eingesetzt? Wie wirkt sich dies auf die Qualität von Nachrichten aus? Und wie wird der Einsatz von KI gegenüber dem Publikum kommuniziert?

Das Projekt liefert erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme zum Einsatz von KI im Schweizer Journalismus auf Basis einer schweizweiten Befragung von 730 Medienschaffenden. Es zeigt sich: Für die Mehrheit der Journalist:innen gehört KI bereits zum Arbeitsalltag und wird vor allem unterstützend eingesetzt. Effizienz- und Qualitätsgewinne zeigen sich nur teilweise. Ein Teil der Medienschaffenden berichtet von Verbesserungen und davon, mehr Zeit für Recherche und Einordnung zu haben. Die Mehrheit nimmt jedoch kaum Veränderungen wahr. Zum Teil mangelt es an Zeit, KI-generierte Inhalte sorgfältig zu prüfen oder eigene Quellen zu ergänzen. Viele Medienschaffende haben zudem (fast) keine Zeit, sich mit Funktionsweisen von KI-Tools sowie Daten- und Quellenschutz auseinanderzusetzen. In einigen Medienhäusern wird die KI-Kompetenz von Medienschaffenden kaum gefördert. In vielen Redaktionen gibt es keine etablierten Massnahmen zur Qualitätssicherung beim KI-Einsatz. Die KI-Richtlinien des Schweizer Presserats haben sich bislang kaum etabliert. Gleichzeitig besteht weitgehend Konsens unter den Medienschaffenden, dass der KI-Einsatz viele ethische Fragen aufwirft und einheitliche Standards in der Medienbranche nötig wären – insbesondere für KI-Kennzeichnungen, damit deren Bedeutung für das Publikum nachvollziehbar ist.

Hier besteht derzeit ein Spannungsfeld: Medienschaffende gehen davon aus, dass das Publikum Transparenz und sorgfältige Prüfung erwartet, schätzen dessen KI Literacy und Informiertheit über redaktionelle KI-Richtlinien und Kennzeichnungen jedoch als sehr gering ein. Aus der Studie lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten, die auf gemeinsame Standards, eine stärkere Verankerung von Qualitätssicherung sowie eine umfassendere Kommunikation des KI-Einsatzes gegenüber dem Publikum zielen.

Neben wissenschaftlichen Publikationen und Veranstaltungen stiess das Projekt auf Resonanz. Nach der Veröffentlichung einer Medienmitteilung zur KI-Studie meldeten sich verschiedene Medien und berichteten über die Ergebnisse. 

Auswahl der Beiträge

  • SRF Rende-vouz: «Wie verändert Künstliche Intelligenz den Journalismus?» Sendung vom 23.09.25
  • SRG.Diskutiert «So verändert Künstliche Intelligenz die Medienbranche» Talk Polit-Forum Bern vom 29.10.26
  • Persönlich «KI erobert Schweizer Redaktionen ohne klare Regeln» Artikel vom 23.09.25

Team

Dr. Silke Fürst (Projektleitung), UZH, Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) und Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ)

Dr. Daniel Vogler, UZH, Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) und Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ)

Sara Pfeuti, B.A., UZH, Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög)

Dr. Fiona Fehlmann, ZHAW Angewandte Linguistik, Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM)

Nadine Klopfenstein Frei, M.A., ZHAW Angewandte Linguistik, Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM)

Quirin Ryffel, M.A., UZH, Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) und Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ)

Damiano Lombardi, B.A., UZH, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ)

Hochschulpartner:innen

Prof. Dr. Colin Porlezza, Università della Svizzera italiana (USI), l’Istituto di Media e Giornalismo 

Prof. Dr. Sina Blassnig, Universität Freiburg/FHGR, Institut für digitale Kommunikation und Medieninnovation (IDCMI) und Departement für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (DCM)

Praxispartner

Projektabschluss: KI Literacy im Schweizer Journalismus

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