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Die Auswirkungen von Deepfakes in Virtual-Reality-Szenarien für die Therapie psychischer Erkrankungen

Projektstatus

geschlossen

Projektbeginn

September 2023

Förderlaufzeit

24 Monate

Beteiligte Hochschulen

ZHdK, UZH

Praxispartner

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

Förderbetrag DIZH

Im Rahmen des Projekts wurde ein funktionierender Prototyp für eine innovative therapeutische Intervention entwickelt, die Virtual Reality (VR) mit generativer Deepfakes verbindet. Ziel war es, das Selbstmitgefühl bei psychischen Belastungen zu stärken, indem Nutzer:innen in einen immersiven Dialog mit einer kindlichen Version ihrer selbst treten.

Das Projektteam entwickelte ein System, das basierend auf einem einzigen Kinderfoto der Teilnehmenden einen realistischen, emotional reaktiven Avatar erstellt. In mehreren Nutzerstudien und Co-Design-Workshops mit Psychotherapeut:innen und Patient:innen konnte gezeigt werden, dass dieser Ansatz eine starke emotionale Resonanz erzeugt und das Selbstmitgefühl signifikant steigern kann.

Es wurden zwei Masterarbeiten am Department of Psychology der UZH erfolgreich abgeschlossen und die Ergebnisse als Poster auf der Mind XR Conference präsentiert. Zudem wurde das Projekt in einem Podcast und im Hochschulmagazin Zett (ZHdK) der Öffentlichkeit vorgestellt. Hinsichtlich wissenschaftlicher Publikationen befinden sich derzeit drei Artikel im Publikationsprozess. Der erste Artikel behandelt das Co-Design einer VR-basierten Selbstdialog-Intervention mit dem Ziel, deren Wirkung auf das Selbstmitgefühl sowie die Anwendbarkeit in der Praxis zu verbessern (“Co-designing a VR-based self-dialogue intervention to enhance its impact on self-compassion and its adoptability in applied settings”). Eine zweite Studie untersucht die spezifischen Effekte von Selbsterkennung und Selbstidentifikation während multisensorischer Selbstdialoge auf Verhaltens-, Selbstbericht- und physiologische Marker von Selbstmitgefühl («The respective effect of self-recognition and self-identification during multisensory self-dialogues on behavioral, self-reported, and physiological markers of self-compassion”). Ergänzend dazu wird ein dritter Artikel die technische Implementierung des Systems detailliert darlegen (“Realistic digital replicas for mental health using generative AI and immersive VR”). 

Für die Weiterführung konnten erfolgreich Drittmittel der BIAL Foundation akquiriert werden. Zudem wurde das Projekt für den 2. Founder-Call ausgewählt, um die Technologie ab 2026 als marktfähige Dienstleistung für Beratung und Psychotherapie zu etablieren. Trotz technischer Herausforderungen und Anpassungen im Projektverlauf konnte somit eine solide Basis für die klinische Anwendung und kommerzielle Verwertung geschaffen werden

Kernteam: 

Paulina Zybinska, ZHdK Departement Design

Marte Roel Lesur, PhD, UZH Psychologisches Institut 

Prof. Dr. phil. Birgit Kleim, UZH Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Dr. Bigna Lenggenhager, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

Mitwirkende: 

Max Rheiner, ZHdK, Somniacs

Praxispartner: 

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

Calltyp: 2. Projekt-Call 

Deepfakes and Virtual Reality in mental health therapy